AGBs

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für medizinische Beratungen, Untersuchungen, Behandlungen und sonstige Leistungen, die zwischen Dr. Paul Wurzer, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (Eggendorfer Straße 5, 8230 Hartberg), und seinen Patientinnen und Patienten vereinbart werden.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden vor der Terminvereinbarung beziehungsweise vor Abschluss des Behandlungsvertrages zugänglich gemacht. Abweichende Vereinbarungen bedürfen einer ausdrücklichen individuellen Vereinbarung.

Werden Leistungen durch andere selbstständig tätige Ärztinnen oder Ärzte in den Räumlichkeiten von MoreBeauty erbracht, kommt der Behandlungsvertrag unmittelbar mit der jeweils behandelnden Ärztin beziehungsweise dem jeweils behandelnden Arzt zustande. In diesem Fall gelten die mit dieser Person getroffenen Vereinbarungen.

 

2. Medizinische Beratung und Behandlung

Art und Umfang einer medizinischen Behandlung richten sich nach der individuellen Ausgangslage, der ärztlichen Beurteilung und der gemeinsam vereinbarten Behandlung.

Vor einer Behandlung erfolgt eine persönliche ärztliche Beratung und Aufklärung. Dabei werden insbesondere die vorgesehene Behandlung, mögliche Alternativen, Risiken, zu erwartende Ergebnisse sowie die erforderliche Vor- und Nachsorge besprochen.

Soweit gesetzlich erforderlich, wird die Einwilligung zur Behandlung gesondert eingeholt und dokumentiert.

Ärztliche Behandlungen werden mit der gebotenen Sorgfalt und nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft durchgeführt. Ein bestimmter medizinischer oder ästhetischer Erfolg kann aufgrund der individuellen körperlichen Voraussetzungen und Reaktionen nicht zugesichert werden.

 

3. Mitwirkungspflichten der Patientinnen und Patienten

Patientinnen und Patienten sind verpflichtet, alle für die Beratung und Behandlung relevanten Angaben vollständig und wahrheitsgemäß zu machen. Dazu zählen insbesondere Informationen über:

  • bestehende oder frühere Erkrankungen,
  • Allergien und Unverträglichkeiten,
  • regelmäßig oder aktuell eingenommene Medikamente,
  • vorangegangene Eingriffe und Behandlungen,
  • eine bestehende Schwangerschaft oder Stillzeit sowie
  • sonstige gesundheitliche Beschwerden oder Risiken.

Änderungen des Gesundheitszustandes, die nach der Terminvereinbarung oder zwischen einzelnen Behandlungsterminen eintreten, sind der Ordination unverzüglich mitzuteilen.

Ärztliche Empfehlungen sowie Hinweise zur Vor- und Nachsorge sind im Interesse eines sicheren Behandlungsverlaufs zu beachten.

 

4. Terminvereinbarung

Termine können persönlich, telefonisch, online oder über die von der Ordination angebotenen Kommunikationswege vereinbart werden.

Ein Termin gilt als verbindlich vereinbart, sobald er von der Ordination bestätigt wurde. Die Bestätigung kann mündlich, telefonisch, schriftlich oder elektronisch erfolgen.

Patientinnen und Patienten werden gebeten, pünktlich zum vereinbarten Termin zu erscheinen.

 

5. Terminabsagen und Ausfallhonorar

Kann ein vereinbarter Termin nicht wahrgenommen werden, ist dieser möglichst frühzeitig, spätestens jedoch 24 Stunden vor dem Termin, abzusagen oder zu verschieben.

Erfolgt die Absage später oder wird ein Termin ohne vorherige Absage nicht wahrgenommen, kann ein Ausfallhonorar in Höhe von € 90,– verrechnet werden, sofern der Termin nicht anderweitig vergeben werden konnte.

Kein Ausfallhonorar wird verrechnet, wenn die Patientin oder der Patient ohne eigenes Verschulden an der rechtzeitigen Absage gehindert war. Der Grund für die Verhinderung ist der Ordination möglichst zeitnah mitzuteilen und auf Verlangen glaubhaft zu machen.

Der Patientin oder dem Patienten bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Ausfall entstanden ist.

 

6. Verspätungen

Bei einer Verspätung kann sich die für den Termin verfügbare Zeit verkürzen, sofern die geplante Beratung oder Behandlung weiterhin fachgerecht und medizinisch verantwortbar durchgeführt werden kann.

Ist eine ordnungsgemäße Durchführung aufgrund der Verspätung nicht mehr möglich, kann ein neuer Termin erforderlich sein. Ob in diesem Fall ein Ausfallhonorar verrechnet wird, richtet sich nach den Voraussetzungen gemäß Punkt 5.

 

7. Absage oder Verschiebung durch die Ordination

Die Ordination behält sich vor, einen Termin aus medizinischen, organisatorischen oder unvorhersehbaren Gründen abzusagen oder zu verschieben.

In diesem Fall wird die Patientin oder der Patient ehestmöglich verständigt und es wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende Ansprüche bestehen nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

 

8. Ablehnung, Verschiebung oder Abbruch einer Behandlung

Eine Beratung oder nicht dringliche Behandlung kann insbesondere dann abgelehnt, verschoben oder abgebrochen werden, wenn:

  • medizinische Gründe gegen die Durchführung sprechen,
  • erforderliche Informationen nicht oder nicht vollständig bekannt gegeben werden,
  • notwendige Vorbereitungsmaßnahmen nicht eingehalten wurden,
  • die Durchführung aus medizinischen oder rechtlichen Gründen nicht vertretbar ist oder
  • eine für die Behandlung notwendige vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht möglich ist.

Die ärztliche Entscheidung erfolgt stets unter Berücksichtigung der medizinischen Sorgfaltspflichten. Gesetzliche Behandlungspflichten und medizinische Notfälle bleiben davon unberührt.

 

9. Preise und Zahlungsbedingungen

Es gelten die zum Zeitpunkt der Vereinbarung bekannt gegebenen Preise. Die voraussichtlichen Kosten werden vor der Behandlung mitgeteilt.

Sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, ist das Honorar unmittelbar nach der Beratung oder Behandlung ohne Abzug zur Zahlung fällig.

Die Zahlung kann mit den in der Ordination angebotenen Zahlungsmitteln erfolgen.

Bei umfangreicheren Behandlungen oder operativen Eingriffen können gesonderte Honorarvereinbarungen, Anzahlungen oder Zahlungsfristen vereinbart werden. Bereits verbindlich vereinbarte Preise werden durch spätere Änderungen der allgemeinen Preisliste nicht berührt.

Soweit keine medizinische Indikation vorliegt, können medizinische Leistungen der gesetzlichen Umsatzsteuer unterliegen. Ob eine Leistung umsatzsteuerpflichtig ist, richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

 

10. Kostenvoranschläge

Kostenvoranschläge werden auf Grundlage des zum Zeitpunkt der Erstellung absehbaren Behandlungsumfangs erstellt.

Ergibt sich im Zuge der Behandlung, dass zusätzliche oder abweichende Maßnahmen erforderlich oder medizinisch sinnvoll sind, werden die Patientinnen und Patienten darüber informiert. Soweit möglich, erfolgt vorab auch eine Information über die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten.

 

11. Gutscheine

Entgeltlich erworbene Gutscheine können für die darauf angeführten oder in der Ordination angebotenen Leistungen eingelöst werden, sofern die gewünschte Behandlung nach ärztlicher Beurteilung medizinisch vertretbar ist.

Ein Gutschein begründet keinen Anspruch auf die Durchführung einer bestimmten Behandlung. Kommt eine gewünschte Behandlung aus medizinischen Gründen nicht infrage, kann der Gutschein nach Absprache für eine andere geeignete Leistung verwendet werden. Ist dies nicht möglich oder nicht zumutbar, wird eine individuelle Lösung vereinbart.

Eine Barablöse ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Bei Verlust oder Diebstahl eines Gutscheins kann nur dann Ersatz geleistet werden, wenn der Gutschein eindeutig zugeordnet werden kann und noch nicht eingelöst wurde.

Für Gutscheine gelten die gesetzlichen Verjährungsbestimmungen, sofern nicht ausdrücklich eine längere Gültigkeitsdauer angegeben wurde.

Aktionsgutscheine, Rabatte und sonstige Vergünstigungen sind nur innerhalb des jeweils angegebenen Aktionszeitraums und zu den veröffentlichten Bedingungen einlösbar. Mehrere Rabatte oder Aktionen können nicht miteinander kombiniert werden, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben wurde.

 

12. Behandlungspakete und Blöcke

Werden mehrere Behandlungen als Paket oder Block angeboten, werden Umfang, Preis, Zahlungsbedingungen und empfohlener Behandlungszeitraum vor dem Kauf bekannt gegeben.

Die Durchführung jeder einzelnen Behandlung setzt voraus, dass diese zum jeweiligen Zeitpunkt medizinisch vertretbar ist.

Kann ein Paket aus medizinischen Gründen dauerhaft nicht fortgesetzt werden, wird für noch nicht erbrachte Leistungen eine angemessene Lösung vereinbart. Bereits ordnungsgemäß erbrachte Leistungen werden dabei zu dem vorab vereinbarten Preis berücksichtigt.

Eine Übertragung auf andere Personen ist nur nach vorheriger Zustimmung der Ordination und nur dann möglich, wenn keine medizinischen oder organisatorischen Gründe entgegenstehen.

 

13. Produkte

Für in der Ordination erworbene Produkte gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.

Eine Rücknahme ordnungsgemäßer und mangelfreier Produkte erfolgt nur nach ausdrücklicher Vereinbarung. Geöffnete oder bereits verwendete Produkte können insbesondere aus hygienischen Gründen von der Rücknahme ausgeschlossen werden.

 

14. Datenschutz

Personenbezogene Daten und Gesundheitsdaten werden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verarbeitet. Nähere Informationen über Art, Umfang und Zweck der Datenverarbeitung sowie über die Rechte der betroffenen Personen enthält die gesonderte Datenschutzerklärung der Ordination.

Die gesetzlichen ärztlichen Verschwiegenheits-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten bleiben davon unberührt.

 

15. Haftung

Für die Erbringung medizinischer Leistungen gelten die gesetzlichen Haftungsbestimmungen.

Die Patientinnen und Patienten sind verpflichtet, die Ordination unverzüglich zu kontaktieren, wenn nach einer Behandlung unerwartete Beschwerden, Auffälligkeiten oder mögliche Komplikationen auftreten. In dringenden medizinischen Fällen ist unverzüglich eine geeignete medizinische Einrichtung beziehungsweise der Notruf zu kontaktieren.

Für persönliche Gegenstände, Garderobe oder Wertgegenstände wird nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gehaftet.

 

16. Anwendbares Recht

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen. Zwingende gesetzliche Bestimmungen, insbesondere zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern, bleiben unberührt.

 

17. Schlussbestimmungen

Individuelle Vereinbarungen zwischen der behandelnden Ärztin beziehungsweise dem behandelnden Arzt und der Patientin beziehungsweise dem Patienten gehen diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam oder undurchführbar sein, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle einer unwirksamen Bestimmung treten die dafür geltenden gesetzlichen Regelungen.

 

Stand: August 2026